Freitag, 28. Mai 2010

19.5-21.5: Washington D.C.

Schon vor einem Jahr wurde darüber gesprochen und glücklicherweise konnten wir es wahr werden lassen: mein Besuch bei Vera in einem süßen Suburb von D.C.!
Nach kurzem Zwischenstopp in Seattle ging es per Luftweg, mit Metro und schließlich dem Bus zu ihr. An der Bushaltestelle wurde ich von ihr und ihrem Mädchen in Empfang genommen. Das Wiedersehen war nach schon fast einem ganzen Jahr natürlich sehr schön.
Das Washington Programm ist Gehmeilentechnisch nicht das entspannenste, wie man ja bei Vera und Sabine schon lesen konnte, ich hab es aber natürlich trotz heißen Temperaturen durchgezogen. Da Vera tagsüber arbeiten musste leider alleine, aber hat trotzdem gut geklappt. Alles sehr schön, eindrücklich und interessant! Washington D.C. ist wirklich eine sehr hübsche Stadt.
Abends hat Vera mich dann immer wunderbar entertaint, mir amerikanische Malls gezeigt, die Cheescake-Factory näher gebracht, auf meinen Wunsch hin das Kino mit mir besucht und mich vor allem in die Frozen Joghurt Abhängigkeit gestürzt!
Ich fand es sehr schön, ihr amerikanisches Leben mal selbst mitzuerleben, ihre Gastfamilie kennenzulernen und so einen - denke ich - ziemlich guten Einblick in das, was sie sonst immer nur beschreiben konnte, zu bekommen.
Vielen Dank an Vera und auch ihre Gastfamilie für die Gastfreundschaft und das Ermöglichen dieses Besuches!


das Capitol


eine süße Entenbabyfamilie


der Brunnen beim/vom World War 2 Memorial


im schönen Museum of Art

Montag, 17. Mai 2010

Was in den letzten Wochen geschah....
* Auszug aus Whistler und Einzug auf einer Farm mit Lena und Valérie
* Flucht mit oben genannten von genau dieser Farm nach wenigen Tagen, da es kurz gesagt schrecklich und nicht auszuhalten war
* Wir strandeten auf Vancouver Island und verbrachten ein paar schöne Tage des Nichtstun in Nanaimo
* Weiterfahrt nach Victoria (seeehr schöne Stadt!) mit ein bisschen arbeiten für Unterkunft und Essen im dortigen Hostel
* dort hab ich auch die Ellen nochmal getroffen (noch schöner als die Stadt!), sowie andere netten (deutschen) Leute
* Es kam der nicht ganz so leichte Abschied von Lena und Valérie
* Waschen und Umpacken bei Brigitte und Uli in Pemberton
* heutige Fahrt nach Seattle (erstes mal USA juhu)
... und morgen Abend flieg ich nach Washington D.C. zur Vera!
Sorry, aber für Bilder bin ich jetzt grad wirklich zu faul, das nächste mal - Ellen hat ja schöne von Victoria!
Eure Anna-Lisa

Samstag, 17. April 2010

Kurzzusammenfassung

der letzten Wochen:
* Tagesausflug nach Vancouver mit H&M und All-you-can-eat Sushi
* preisgünstiger Arztbesuch mit anschließendem Antibiotikaverzehr
* Umzug in eine interessante Mischung aus Studentenwohnheim und Jugendherberge mit mäusigen Mitbewohnern
* die letzten Tage Crystal Hut und keine Schichten mehr bei McDoof
* Sonne, Schnee, Sonne, Regen (auch hier macht der April eben was er will)
* Sleepover-Abschlussfeier auf der Crystal Hut mit Fondue, viel Wein und wenig Schlaf

Anbei einige der heiß erwarteten Bilder,
vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Adieu



entering the waffle zone: crystal hut





so sieht das aus, wenn ein bär hunger hat!




Arbeitsplatzaussicht


#2


einige meiner lieblichen Mitarbeiter


jeder durfte eine Runde mit dem Ski-Patroler drehen

Samstag, 20. März 2010

Waffeln, Ahornsirup und Hüttenromantik

Der letzte Eintrag ist schon lange her, aber wie sagt man so schön: je weniger man von mir hört, desto besser geht es mir!

Gegen Ende der Spiele habe auch ich doch noch etwas olympischen Flair für mich mitgenommen. So bekam ich die Möglichkeit, eine der abendlichen Medaillen-Verleihungen mit anschließendem The Fray Konzert zu besuchen, die Stimmung bei der Biathlon-Staffel der Männer live im Stadion mitzuerleben und mit Damian Marley (und einigen anderen Leuten) auf dem Village Square zu „reggaen“. War alles sehr schön und im Nachhinein gesehen wirklich genug Olympia Wirbel für mich. Um die Paralympics, die diese Woche stattgefunden haben, wird viel weniger Wind gemacht, was ich ziemlich schade finde, da die Athleten doch irgendwie viel mehr leisten.

Mit dem Ende der Olympischen Spiele stehen für mich nun einige Veränderungen an: schlußendlich habe ich doch noch einen Job auf dem Berg gefunden und arbeite nun schon seit zwei Wochen in der Crystal Hut, Marke: Traumjob.

Die Crystal Hut ist eine ganz kleine Berghütte, die auch weit außerhalb von Whistler bekannt ist, vor allem für ihre belgischen Waffeln. Zu erreichen ist sie nur auf Skiern oder Snowboard. Mein Ski in/out Job gefällt mir soweit richtig gut und ich bin froh, nach der langen McDonalds Zeit endlich neue Arbeitserfahrungen zu sammeln.

Auch die Abreise aus Whistler steht inzwischen fest: am 17.Mai geht mein Bus nach Seattle, von wo aus ich am nächsten Tag zu Vera fliegen werde. Wie die meisten wissen, befindet die Gute sich momentan in Washington D.C., wo sie für ein Jahr lang als Au Pair arbeitet. Nach einigen Tagen mit ihr in ihrer momentanen Heimat werden wir dann zusammen nach New York aufbrechen. Ich sehe meiner Abreise aus Whistler schon mit einem weinenden Auge entgegen, die Vorfreude, Vera wieder zu sehen und endlich mal den Travel-Part meines Abenteuers wahr zu nehmen, lassen das andere Auge aber über alles strahlen.

Anbei noch einige Olympia-Bilder, die vom neuen Arbeitsplatz werden in den nächsten Tagen mal geschossen und hochgeladen

Eure Waffel Anna-Lisa

mit Julia bei der Medaillen-Zeremonie

die Biathlon-Damen

und die Nordische-Kombination Jungs

The Fray: ganz nah, live und toll!

Massenstart beim Biathlon der Männer

Samstag, 20. Februar 2010



Hallo ihr Lieben,
die Zeit vergeht und irgendwie verpass ich es immer, einen Blogeintrag zu schreiben...
Olympia ist hier jetzt im vollen Gange und die ganzen Menschen im Dorf überfordern mich, man kann sich hin und wieder kaum mehr bewegen, echt verrückt! Außerdem wird wirklich an jeder Ecke Deutsch gesprochen, das könnt ihr euch nicht vorstellen.
Die ARD-Leute kommen auch jeden Tag im McDonalds essen.
Vor allem bei den Hockey-Spielen ist die Stimmung hier wie an der WM, wenn man abends aber am Medals Plaza vorbeiläuft und zum Beispiel Marias oder Magdalenas Nationalhymne hört, ist das doch ziemlich beeindruckend.
Für nächsten Freitag habe ich mir kurzfristig eine Karte für die Biathlon Staffel der Männer gekauft und werde da dann mit Julia, Sebastian und Marcel hingehen. Die Karte war mit 28 Dollar ziemlich billig und ich dachte mir, ich werde es sicher bereuen, wenn ich Olympia so völlig an mir vorbeiziehen lasse! (Die Skisprung Karte für heute hab ich mir zwecks 120 Dollar nicht gekauft, bereue das schon ein bisschen, aber was soll man machen, ne)
Ansonsten gibt es nichts neues, ich schau mir einige Zimmer an und werde mit etwas Glück anfang März aus der Mitarbeiterunterkunft ausziehen können und damit unabhängig von McDonalds sein, das wäre super. Und mit etwas mehr Glück bekomme ich nächste Woche ein paar Schichten im Olympia-Souvenir-Shop, der auch von Blackcomb geführt wird und dazu führen würde, dass ich doch noch eine Saisonskipass bekomme, das wäre der absolute Hammer, weil ich momentan am liebsten jeden Tag auf den Berg fahren würde!
Das habe ich an meinen freien Tagen diese Woche übrigens gemacht und daher gibt es jetzt nochmal ein paar schöne Schneebilder!
Liebe Grüße aus Whistler!Valérie mit Panorama...


Aussicht aus der Peak to Peak Gondel

die mit dem Glasboden hatte ich immer noch nicht!


und der Inukshuk auf dem Berg (Olympia und Ureinwohner Wahrzeichen)

Donnerstag, 11. Februar 2010

Achtung, gefährliche Außenseiter

http://olympia.zdf.de/ZDFsport/inhalt/6/0,5676,8031782,00.html

http://olympia.ard.de/olympia/mediabox/audios/audios100_id-audio382_-399c3783882a833a81bcf4779c1c8df2cbf23095.html

Daumen drücken!!!

Samstag, 6. Februar 2010

Torch Relay und Olympia

Ja, hier geht es so langsam aber sicher auf Olympia zu und das merkt man nicht nur daran, dass immer mehr Olympia-Arbeiter in babyblauen oder quietschorangenen Jacken durch die Straßen maschieren, sondern auch da alle völlig am Rad drehen.
Mich persönlich kann man mit Olympia momentan jagen, ist zwar sicher ein tolles Erlebnis, das alles mal hautnah mitzuerleben, aber den Stress, der daraus gemacht wird, ist es meiner Meinung nach nicht wirklich wert. Schon allein die Tatsache, dass viele Leute für den Monat Februar aus ihren Unterkünften geschmissen wurden, spricht für mich schon Bände. Man wird sehen, wie die zwei Wochen an sich werden und man wird sicher tolles erleben, aber von den Leuten, die hier schon ein paar Monate oder länger leben, wird sicher niemand traurig sein, wenn diese verrückte Zeit vorbei ist.
Etwas näher möchte ich euch das anhand des gestrigen Events erklären: die olympische Fackel hat Whistler erreicht. Das sollten wir schon miterleben, dachten Valérie und ich und haben uns so um sechs (für sieben war sie angekündigt, die Fackel) auf den Skiers Plaza begeben. Dort wurde eine Bühne aufgebaut und der Platz war gequetscht voll von Menschen. An sich ja kein Problem, die olympische Fackel zu sehen ist ja definitiv ein Erlebnis, das man nicht alle Tage mitbekommt. Auf dieser Bühne hüpfte dann aber ein komischer Entertainer rum, der der Masse "eingeheizt" hat und immer wieder wurden Partykracher wie "I got a feeling" oder auch "Hey Baby" eingespielt. Da dachte ich mir dann nur: sind wir hier beim Public Viewing vom Fußball-WM Finale oder kommt hier gleich die olympische Fackel angelaufen? Die ganze Veranstaltung war für ein Ereignis mit so langer Tradition für mich persönlich einfach nur unpassend. Wäre es nicht viel schöner gewesen, man hätte ruhige, spannungssteigende Musik eingespielt und dazu Olympia Bilder gezeigt?
Valérie und ich waren uns da ziemlich einig und haben uns daher etwas auf den Berg hoch verzogen, da konnten wir den Skier-Plaza dann von oben überblicken und es waren zwar auch viele, aber eben deutlich weniger Leute als unten auf dem Platz selbst.
Um kurz vor sieben kam die Fackel dann auch, das war an sich wirklich schön: sie wurde mit einem Snowmobile etwas überhalb von uns auf den Berg gefahren. Dort ist eine riesige Schanze, die beleuchtet war um die Übergabe an den nächsten "Läufer" zu zeigen. Dieser ist dann auf Skiern mit der Flamme ein bisschen den Berg runtergefahren und weiter gings zur Bühne. Dann haben Valérie und ich uns auch schon von dannen gemacht und daher nicht mehr weiter miterlebt, wie die Flamme als Superstar gefeiert wurde. Ich denke, könnte ich das jetzt nochmal entscheiden, würde ich mich eher irgedwo an den Weg stellen, wo sie vorbeilaufen, aber nicht mehr auf so einen großen Platz.
Jetzt, wo ich sowas mal wirklich hautnah miterlebt habe, finde ich es ziemlich schade, dass solch ein traditionelles (Olympia geht ja immerhin in die Antike zurück) so kommerziell vermarktet werden muss, meine Meinung soweit.
Ich bin trotzdem gespannt, wie die Zeit an sich wird, auch wenn ich davon vielleicht eher genervt bin.
Im Fotos machen war ich noch nie gut, daher hab ich leider keine brauchbaren Bilder von gestern Abend, auf dem einen kann man mehr oder weniger die Fackelübergabe auf dem Berg erkennen. Außerdem war gestern Ronald McDonald himself zu Besuch, da konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, ein Foto mit ihm zu machen (die restliche Aktion war aber eher peinlich, waren nur Mitarbeiter da).
Soweit meine Olympia-Kritik, tut mir Leid, dass ihr euch da durchlesen musstet!
Liebste Grüße, Anna-Lisa
Valérie, Katharina (in unserer blöden, roten Olympia Uniform), Ronald und ich

ein bisschen was von der Flammenübergabe


das hatten Valérie und ich dazu zu sagen