Flughafen Toronto, ich warte auf meinen Anschlussflug nach Frankfurt. Meine Zeit in Kanada endet. Zumindest vorläufig.
Realisieren tu ich das immer noch nicht, ansonsten würde ich jetzt wohl weinend am Gate sitzen, vegetiere hier aber gerade eher hustend und Nase putzend vor mich hin (du weißt, die letzten Tage in Kanada waren absolut genial, wenn du mit einer mega Erkältung nach Hause fliegst und nicht mehr weißt, wann du das letzte mal richtig geschlafen hast).
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die letzten Tage nicht in Vancouver zu verbringen. Ich habe mich über die Monate hinweg zwar mit der Stadt angefreundet, aber in meinem Kopf wird sie für mich immer mit der Anfangszeit verbunden bleiben, in der ich mich dort überhaupt nicht wohl gefühlt hab. Und dass ich mich hier drüben nicht wohl fühle, kann man schon lange nicht mehr behaupten!
Es war also nahe liegend, die letzten Tage in dem Ort zu verbringen, der mit der absolut besten Zeit, die ich in Kanada hätte haben können, in Verbindung steht: Daheim, in Whistler. Denn Whistler = toll = glücklich sein = the best place on earth. Oder so ähnlich.
Es waren noch erstaunlich viele Leute da und die haben mir wunderschöne Tage ermöglicht. Im Nachhinein hätte ich alles eher so buchen sollen, dass ich nochmal 2-3 Wochen in Whistler gehabt hätte, aber dem brauch ich jetzt auch nicht mehr hinterher trauern. Hab die letzten Tage genossen, viele Leute nochmal gesehen, war nochmal ausgiebig im Ausgang (welch ein Wort der Schweizer) und habe es irgendwie geschafft, die meisten meiner Sachen in den Rucksack, einen kleinen Rucksack, einen Koffer und eine unglaublich schwere Handtasche zu packen.
Bin dann gestern nach Vancouver gefahren, wo mich Satvir, eine meiner liebsten Freundinnen hier drüben, mit der ich während den Olympics gearbeitet habe, abgeholt hat. Hab den Abend mit ihr und einer Freundin verbracht und sie hat mich heute früh an Flughafen gebracht.
Ich möchte hier keinen ellenlangen Text verfassen, in dem ich nochmal die ganze Zeit hier zusammenfasse oder darüber philosophieren, ob ich mich nun verändert habe oder nicht, geschweige denn ob ich nach Hause möchte, oder nicht. Den die Leute, die das interessiert, können sich ab sofort wieder mit mir zusammensetzen und Konversation führen. Wie lange ich in Deutschland verweilen werde, werden die nächsten Wochen zeigen, in denen ich entscheiden muss, wie genau die nächsten Jahre für mich weitergehen werden.
Ob das nun der letzte Eintrag war, oder ob ich in Deutschland nochmal einen schreibe, werdet ihr ja bemerken. Kommt darauf an, ob (und was) ich noch zu sagen habe :-)
In diesem Sinne: bis bald!
Sonntag, 22. August 2010
Mittwoch, 18. August 2010
San Franciso
Freitag, 13. August 2010
Aloha und Pow Hana: Hawaii
Diese Bilder nerven mich, bin mit meinem Latein am Ende! Kann sie nicht mal mehr beschriften geschweige denn verschieben!
Was hat die USA für ein Glück, dass Hawaii zu ihrem Staat gehört. Würde ich irgendwann einen amerikanischen Pass geschenkt bekommen (ja, ein kanadischer wär mir lieber), ich wüsste, wo ich hingehe!
Schon bei der Ankunft am Flughafen von Honolulu merkt man, dass man sich in einer anderen Welt befindet, man wird in leuchtenden Farben mit Aloha begrüßt und sieht überall Blumen und Hawaii-Hemden. Sehr sympathisch!
Ich hatte ein unglaubliches Glück mit meinen Couchsurfer-Hosts. Hatte echt viel Spaß mit Johnny, da er ja gerade den neuen Fluch der Karibik Film auf Oahu dreht, konnte ich bei ihm wohnen. Naja, ok... stimmt nicht.
Wurde von Kahli und Louise, einem auf Oahu geborenen und aufgewachsenen Pärchen, mit selbst gemachter Lei am Flughafen abgeholt. War insgesamt zwei Nächte bei ihnen und das war einfach nur perfekt, die waren richtig toll! Wohnen ein bisschen aufm Berg und vom Balkon – auf dem ich geschlafen habe – aus hat man eine nette Aussicht auf Honolulu, Waikiki und den Diamond Head. Hab mit dem Fahrrad den Waikiki und die dazugehörige Shopping- und Hotelpromenade abgeradelt, war im Meer schwimmen und abends mit Louise, Kahli und einigen Freunden von ihnen in Honolulus Chinatown unterwegs. Am Tag darauf ging es mit dem Bus, der für $ 2,50 die ganze Insel umrundet an die Northshore, nach Haleiwa, wo ein Freund von denen wohnt, bei dem konnte ich ebenfalls zwei Nächte bleiben (ich sag ja, die sind super!) Sollte Matt und einen Mitbewohner von Louise und Kahli an einem Strand treffen, was zur Wanderung mit gesamten Gepäck durch den tiefen Sand wurde, bis ich die gefunden habe – fun times! Der Busfahrer war sich nicht sicher, wo der Strand ist und hat mich dann einfach mal auf gut Glück an dem Ort rausgelassen, an dem er den Keiki Beach vermutet hat. Das war aber der schönste Strand, den ich auf Hawaii gesehen hab, da einfach kaum Leute da waren. Haleiwa selbst ist ein nettes kleines Surferstädtchen und die zwei Strandtage mit Matt und Alex waren genial! Am zweiten Tag waren wir am Waimea Beach (uh, der kommt sogar in „Surfin' USA von den Beastie Boys vor! Okay, da kommen in etwa 200 verschiedene Strände in den USA vor...) Dort hab ich beim schnorcheln Schildkröten sehen können, unglaublich beeindruckend, wie groß die sind!
Am Montag morgen ging es dann früh los zum Flughafen, wo mein kleines Insel-Hopper-Flugzeug darauf gewartet hat, mich nach Maui zu fliegen. Hab mir wirklich lange überlegt, ob ich noch eine zweite Insel anschauen soll oder nicht. Bin froh, es getan zu haben.
Hab da im Banana Bungalow Hostel eingechekt, das an sich eine echt blöde Lage hat, ziemlich in der Mitte der Insel, aber sie haben freie Touren. So wurde ich am Dienstag die Road to Hana (könnt ihr ja mal googeln, da gibt es geniale Fotos von) entlangkutschiert, mit 677 Kurven, einspurigen Brücken, Stops an tollen Stränden und Wanderung durch einen Bambuswald zu nem riesigen Wasserfall. Auf dem Weg zurück wurde dann im Dunkeln noch ein kurzer Stop zum Sterne schauen eingelegt, sowas hab ich definitiv noch nie gesehen. Bin mir ziemlich sicher, dass es keinen Stern gibt, den man da nicht sehen konnte.
Der nächste Tag ging erst an einen Strand an dem man, wenn man denn wollte, schnorcheln und von weiteren Klippen springen, oder auch im Pool des Hotels anbei baden konnte. Nach dem Sonnen baden hielten wir noch kurz an der anscheinend größten, im freien stehenden Buddha-Statue außerhalb Japans (Kommentar des Tourguides: I think that's bullshit but it's what the books tell). Und dann hatten wir noch ein paar Stunden Aufenthalt in Laheina, das Städtchen hat mir von denen, die ich auf Hawaii gesehen hab, am besten gefallen. Sehr klein, hübsch und hat ne nette Atmosphäre. Nach dem schönen Sonnenuntergang ging es dann wider zurück ins Hostel. Maui unterscheidet sich total von Oahu, ist grüner und irgendwie vielfältiger. Aber auch trocken, da brennt es momentan viel. Heute morgen hoppte ich wieder zurück nach Oahu und hier sitze ich gerade im Garten des Flughafens (das gibt es wirklich!!) und warte darauf, dass in einigen Stunden der Flug nach San Francisco startet. Die Woche Hawaii war wie man sich einen perfekten Urlaub vorstellt, auch wenn ich noch vieles nicht gesehen hab (den Vulkan auf Maui, Pearl Harbor und einige der anderen Inseln sind nur Beispiele) ABER ich brauche ja schließlich auch handfeste Gründe, wieder hierher zu kommen!
Schade eigentlich, dass Hawaii nicht zu Kanada gehört. Obwohl... perfekter als perfekt geht ja gar nicht mehr. Auf bald!
Montag, 2. August 2010
Dear time, slow down!
Lieg hier gerade in meinem Bett im Zimmer 23k des Ocean Island Backpacker Hostels in Victoria. Das war die letzten drei Wochen mein zuhause. Hab im Hostel gewwooft, also fünfmal pro Woche jeweils sechs Stunden für Unterkunft und Essen gearbeitet. Und morgen reise ich ab.
Das Packen schieb ich die ganze Zeit vor mir her, sobald ich das machet, wird die Abreise morgen früh realistisch. Denn mit dem Verlassen Victorias beginnen jetzt offiziell die letzten Wochen in Canada (/USA). Von jetzt an rennt die Zeit noch unverschämt schneller als davor sowieso schon.
Nach einem Zwischenstopp in Vancouver und Seattle geht es Donnerstag Abend ab nach Hawaii, eine Woche später für vier Tage nach San Francisco. Ja und dann? Dann hab ich nicht mal mehr eine Woche, bevor es zurück in die Heimat geht.
Realisieren kann ich das einfach nicht.
Ich kann natürlich nicht behaupten, dass ich mich in gewissen Punkten nicht auf zuhause freuen würde, aber so im groß und ganzen hab ich mich hier einfach an ein wunderschönes Leben gewöhnt und es wird schwierig, das einfach so hinter mir lassen zu müssen.
Nunja, ich versuche, mir noch nicht allzu viele Gedanken darüber zu machen, was in zwei Wochen naht und das zu tun, was ich hier in Kanada erst richtig gelernt habe: den Moment zu Leben.
Die letzten Wochen hier in Victoria waren sehr schön, es tat gut, nach der Reiserei nochmals für eine längere Zeit an ein und demselben Ort zu sein und natürlich habe ich auch hier wieder tolle Leute kennen gelernt und es wird mir ein weiteres mal nicht so leicht fallen, die einfach zurück zu lassen. Die meisten von denen sind übrigens aus Kanada oder stehen gerade erst am Beginn ihres Auslandsjahres und manche überlegen sich sogar, den Winter in Whistler zu verbringen. Mein Skiferienreiseziel steht damit jedenfalls schon mal fest!
Ich versuche, noch ein paar Fotos anzuhängen, wie gut das dieses mal klappt wird sich zeigen.
In diesem Sinne: bis bald!
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