Montag, 12. Juli 2010

8.6-30.6 oder auch: einmal quer durchs Land





Okay, es hat mal wieder länger gedauert, bis ich mich zum erneuten bloggen aufraffen konnte. Man kann aber wirklich nicht behaupten, dass die vielen Kommentare mich zum schreiben motivieren würden.
Nach Halifax ging es nach durchgemachter Nacht am Flughafen (hey, das war ein Spaß) in die, meiner Meinung nach, schönste Stadt Kanadas. Eine ganze Woche hat es mich in Montréal gehalten, was auch an meinen super tollen Gastgebern Steffi und Lukas, die hiermit nochmal ganz lieb gegrüßt seien, lag. Ich kam in Montréal auch dazu, zum ersten mal ein Formel 1 Rennen live mitzuerleben, war ganz lustig!
Montréal itself (hilfe, wo sind denn die deutschen Wörter) ist wirklich super schön, lebhaft und abwechslungsreich. Würde ich französisch sprechen, wäre das definitiv eine Stadt, in der ich es länger aushalten könnte. Ganz nett fand ich auch Quebec City, es hat allerdings völlig gereicht, da nur für einen Tag hinzufahren, mich von einer Arbeitskollegin aus Whistler etwas rumführen zu lassen und ein weiteres Foto des meistfotografiertesten Hotels der Welt zu schießen.
Nach einigen weiteren Tagen Montréal war die nächste Station Toronto. Da, und auch an den Niagara-Fällen hat es mir ganz gut gefallen, Toronto ist ebenfalls eine sehr abwechslungsreiche und tolle Stadt. Und hier hab ich auch wieder mal erlebt was es heißt, seine Pläne, ohne groß darüber nachzudenken, vom einen auf den anderen Tag ändern zu können. Hab nämlich Sarah kennengelernt, die einen Tag später nach Vancouver geflogen ist um dort eine Freundin von zuhause zu treffen und eine Woche später mit der einen Rockies-Roadtrip zu starten. Überlegt hab ich nur Sekunden, bevor ich dann auch den Bus nach Vancouver gebucht habe.
4 Tage im Bus – das war ein Spaß. Eigentlich könnte ich über die ganze Fahrt schon fast ein Buch schreiben. Von komischen Leuten, Umwegen und Verzögerungen, tollen Landschaften und wie es so ist, früh morgens einen Verrückten im Bus zu haben, der schlussendlich von der Polizei abgeführt wird. Nach dem zweiten Tag konnte ich auch wirklich keine Menschen mehr sehen, was angesichts der Tatsache, dass ich in einem Bus saß, eher schwierig war.
Aber auch die Tage gingen vorbei und spätestens, als ich endlich in Pemberton angekommen war, war mir klar, dass die Busfahrt, im Nachhinein gesehen, eine richtig tolle Erfahrung war!
Tut mir Leid, dass die Bilder etwas ungeordnet und vor dem Text sind, aber irgendwie kann ich die gerade nicht verschieben!

Freitag, 18. Juni 2010

28.5.-7.5 : Von Boston über Bangor nach Halifax

Ohje, man ist am Reisen und sieht so unglaublich vieles und vergisst dabei wirklich völlig, den Blog auf dem Laufenden zu halten.
Gut, eine kurze Zusammenfassung:
Nach New York ging es nach Boston, genauer Cambridge, wo ich einige Tage bei Chris „gecouchsurft“ bin. Chris an sich war trotz einiger merkwürdiger Eigenschaften ganz nett und das absolut tolle war, dass er Student an der Harvard ist. So hab ich eine nette Tour über den wirklich traumhaften (und unglaublich großen) Campus bekommen und auch die Haupt- und juristische Bibliothek von innen sehen können. Ich glaube schon allein die Tatsache, an so einer wunderschönen Uni zu studieren, würde mich zum Lernen motivieren. Auch Boston ist eine richtig hübsche und recht europäische Stadt, der Stop hat sich gelohnt.

Harvard Eindrücke


Bangor ist ein unbekannter Ort kurz vor der kanadischen Grenze, Stephen King kommt aus der Gegend und George W. Bush hat hier anscheinend irgendwo (s)eine Ferienresidenz, mehr ist hier auch nicht los. Das, was den Aufenthalt hier wirklich toll gemacht hat, waren meine Couchsurf-Hosts. Bin für zwei Nächte bei Libby und Darrel untergekommen, die ein bisschen Öko und einfach nur super herzlich und nett waren. Sie haben mit mir die Parade zum Memorial Day angeschaut (die spinnen einfach, die Amis) und sind dann noch mit mir auf einem wunderschönen See Kanu fahren gegangen. Das sind wirklich zwei superliebe und tolle Menschen und ich habe für mich das erste mal richtig erlebt, was der Sinn von Couchsurfen ist!

Halifax war bisher die einzig wirklich unglücklich gewählte Station auf meiner Reise. Nova Scotia an sich hat eine wirklich tolle Landschaft, aber die ohne Mietwagen zu erkunden, ist einfach nur teuer. Und da es ununterbrochen geregnet hat, wollte ich natürlich auch keine Unmengen für Ausflüge ausgeben. Der Fehler war hier auch, zu couchsurfen, da ich zweimal kein Glück mit den Hosts hatte. Aber nunja, das passiert und auch das habe ich überlebt!

Das wirklich einzig bemerkenswerte war, dass meine erste Gastgeberin im Hafen gejobbt hat und mich am einzig wettertechnisch netten Tag umsonst auf einen der Sightseeing-Busse, die auch im Wasser „fahren“ können, gebracht hat. Das war super, mal auf so einem mitzufahren (auch wenn das in interessanten Städten wie Seattle oder San Francisco ganz bestimmt toller ist).



sie wurden ursprünglich für den Vietnam-Krieg gebaut und werden nun (ohne Kanonen auf der Seite) in verschiedenen Hafenstädten als Touri-Mittel eingesetzt

Anna-Lisa

Donnerstag, 3. Juni 2010

22.5-27.5: New York, New York

Weiter ging es mit Vera in die Stadt der Städte. Ich dachte eigentlich, dass New York mir zu groß, zu voll, zu hektisch sein würde. Aber es scheint etwas an dieser Stadt zu geben, das einfach jeden verzaubert,und natürlich hat sie auch mich voll und ganz in ihren Bann gezogen. Man kann New York eigentlich kaum in Worte fassen und ich denke, jeder der schonmal da war, weiß, von was ich rede.
In den ersten Tagen hab ich mich von Vera einfach nur herumführen lassen und mich so ohne zu große Verwirrungsmomente in die Stadt einfinden können (schon allein am Subwayplan wäre ich im ersten Moment gescheitert, hehe).
Rein Sightseeingtechnisch war in unserem Programm denke ich alles wichtige dabei, wir haben natürlich auch Schauplätze von Sex and the City nicht zu kurz kommen lassen, aber wer hätte da was anderes erwartet. Auch ein kurzes Treffen mit Katharina konnten wir einrichten, sie war mit ihrer Schwester und deren Freund dort. Ein Haufen Alemannen aufm Times Sqaure - herrlich (im Allgemeinen scheint übrigens ganz Deutschland seine Pfingstferien in New York zu verbringen, an jeder Ecke hörte man Deutsch).
Schon in der Planungsphase hatten Vera und ich uns dafür entschieden, auch ein Musical am Broadway zu besuchen und die Karten für Lion King gebucht. Es war ein wunderschönes und atemberaubendes Musical und wir haben keinen Cent davon bereut!
Schlußendlich blieb ich noch einen Tag länger als Vera im Big Apple, den ich vor allem mit Herumschlendern (es war so heiß!) im Central Park verbracht habe. Die Stimmung am Imagine Memorial für John Lennon war wirklich toll, ein junger Mann mit Gitarre hat Beatles Lieder zum besten gegeben und die ganzen älteren Leute (die waren in ihren jungen Jahren sicherlich alle Groupies) haben mitgesungen. So schön!
Und natürlich hat es mich zum Abschluss des Tages nochmal an den Times Square verschlagen und wie jedes Mal im Meer von blinkenden und leuchtenden Anzeigetafeln dachte ich mir "Ja, du bist wirklich in New York!"



Skyline im Central Park


Treffen mit Katharina, den Naked Cowboy haben wir auch noch aufgesammelt


hoch oben aufm Rockefeller Centre mit Veri


Times Square von oben


und bei Nacht

gute Aussichten


schöner Platz!

Freitag, 28. Mai 2010

19.5-21.5: Washington D.C.

Schon vor einem Jahr wurde darüber gesprochen und glücklicherweise konnten wir es wahr werden lassen: mein Besuch bei Vera in einem süßen Suburb von D.C.!
Nach kurzem Zwischenstopp in Seattle ging es per Luftweg, mit Metro und schließlich dem Bus zu ihr. An der Bushaltestelle wurde ich von ihr und ihrem Mädchen in Empfang genommen. Das Wiedersehen war nach schon fast einem ganzen Jahr natürlich sehr schön.
Das Washington Programm ist Gehmeilentechnisch nicht das entspannenste, wie man ja bei Vera und Sabine schon lesen konnte, ich hab es aber natürlich trotz heißen Temperaturen durchgezogen. Da Vera tagsüber arbeiten musste leider alleine, aber hat trotzdem gut geklappt. Alles sehr schön, eindrücklich und interessant! Washington D.C. ist wirklich eine sehr hübsche Stadt.
Abends hat Vera mich dann immer wunderbar entertaint, mir amerikanische Malls gezeigt, die Cheescake-Factory näher gebracht, auf meinen Wunsch hin das Kino mit mir besucht und mich vor allem in die Frozen Joghurt Abhängigkeit gestürzt!
Ich fand es sehr schön, ihr amerikanisches Leben mal selbst mitzuerleben, ihre Gastfamilie kennenzulernen und so einen - denke ich - ziemlich guten Einblick in das, was sie sonst immer nur beschreiben konnte, zu bekommen.
Vielen Dank an Vera und auch ihre Gastfamilie für die Gastfreundschaft und das Ermöglichen dieses Besuches!


das Capitol


eine süße Entenbabyfamilie


der Brunnen beim/vom World War 2 Memorial


im schönen Museum of Art

Montag, 17. Mai 2010

Was in den letzten Wochen geschah....
* Auszug aus Whistler und Einzug auf einer Farm mit Lena und Valérie
* Flucht mit oben genannten von genau dieser Farm nach wenigen Tagen, da es kurz gesagt schrecklich und nicht auszuhalten war
* Wir strandeten auf Vancouver Island und verbrachten ein paar schöne Tage des Nichtstun in Nanaimo
* Weiterfahrt nach Victoria (seeehr schöne Stadt!) mit ein bisschen arbeiten für Unterkunft und Essen im dortigen Hostel
* dort hab ich auch die Ellen nochmal getroffen (noch schöner als die Stadt!), sowie andere netten (deutschen) Leute
* Es kam der nicht ganz so leichte Abschied von Lena und Valérie
* Waschen und Umpacken bei Brigitte und Uli in Pemberton
* heutige Fahrt nach Seattle (erstes mal USA juhu)
... und morgen Abend flieg ich nach Washington D.C. zur Vera!
Sorry, aber für Bilder bin ich jetzt grad wirklich zu faul, das nächste mal - Ellen hat ja schöne von Victoria!
Eure Anna-Lisa

Samstag, 17. April 2010

Kurzzusammenfassung

der letzten Wochen:
* Tagesausflug nach Vancouver mit H&M und All-you-can-eat Sushi
* preisgünstiger Arztbesuch mit anschließendem Antibiotikaverzehr
* Umzug in eine interessante Mischung aus Studentenwohnheim und Jugendherberge mit mäusigen Mitbewohnern
* die letzten Tage Crystal Hut und keine Schichten mehr bei McDoof
* Sonne, Schnee, Sonne, Regen (auch hier macht der April eben was er will)
* Sleepover-Abschlussfeier auf der Crystal Hut mit Fondue, viel Wein und wenig Schlaf

Anbei einige der heiß erwarteten Bilder,
vielen Dank für die Aufmerksamkeit,
Adieu



entering the waffle zone: crystal hut





so sieht das aus, wenn ein bär hunger hat!




Arbeitsplatzaussicht


#2


einige meiner lieblichen Mitarbeiter


jeder durfte eine Runde mit dem Ski-Patroler drehen

Samstag, 20. März 2010

Waffeln, Ahornsirup und Hüttenromantik

Der letzte Eintrag ist schon lange her, aber wie sagt man so schön: je weniger man von mir hört, desto besser geht es mir!

Gegen Ende der Spiele habe auch ich doch noch etwas olympischen Flair für mich mitgenommen. So bekam ich die Möglichkeit, eine der abendlichen Medaillen-Verleihungen mit anschließendem The Fray Konzert zu besuchen, die Stimmung bei der Biathlon-Staffel der Männer live im Stadion mitzuerleben und mit Damian Marley (und einigen anderen Leuten) auf dem Village Square zu „reggaen“. War alles sehr schön und im Nachhinein gesehen wirklich genug Olympia Wirbel für mich. Um die Paralympics, die diese Woche stattgefunden haben, wird viel weniger Wind gemacht, was ich ziemlich schade finde, da die Athleten doch irgendwie viel mehr leisten.

Mit dem Ende der Olympischen Spiele stehen für mich nun einige Veränderungen an: schlußendlich habe ich doch noch einen Job auf dem Berg gefunden und arbeite nun schon seit zwei Wochen in der Crystal Hut, Marke: Traumjob.

Die Crystal Hut ist eine ganz kleine Berghütte, die auch weit außerhalb von Whistler bekannt ist, vor allem für ihre belgischen Waffeln. Zu erreichen ist sie nur auf Skiern oder Snowboard. Mein Ski in/out Job gefällt mir soweit richtig gut und ich bin froh, nach der langen McDonalds Zeit endlich neue Arbeitserfahrungen zu sammeln.

Auch die Abreise aus Whistler steht inzwischen fest: am 17.Mai geht mein Bus nach Seattle, von wo aus ich am nächsten Tag zu Vera fliegen werde. Wie die meisten wissen, befindet die Gute sich momentan in Washington D.C., wo sie für ein Jahr lang als Au Pair arbeitet. Nach einigen Tagen mit ihr in ihrer momentanen Heimat werden wir dann zusammen nach New York aufbrechen. Ich sehe meiner Abreise aus Whistler schon mit einem weinenden Auge entgegen, die Vorfreude, Vera wieder zu sehen und endlich mal den Travel-Part meines Abenteuers wahr zu nehmen, lassen das andere Auge aber über alles strahlen.

Anbei noch einige Olympia-Bilder, die vom neuen Arbeitsplatz werden in den nächsten Tagen mal geschossen und hochgeladen

Eure Waffel Anna-Lisa

mit Julia bei der Medaillen-Zeremonie

die Biathlon-Damen

und die Nordische-Kombination Jungs

The Fray: ganz nah, live und toll!

Massenstart beim Biathlon der Männer